Das Wichtigste in Kürze
- Leichte Verschmutzungen: Das Blech nach dem Abkühlen etwa 30 Minuten in heißem Wasser mit etwas Spülmittel einweichen.
- Eingebranntes: Natron oder Backpulver aufstreuen, mit heißem Wasser bedecken und über Nacht einwirken lassen.
- Starke Krusten: Ein bis zwei Spülmaschinentabs mit kochendem Wasser auflösen und mehrere Stunden einweichen.
- Eingebranntes Fett: Ein Backofenreiniger-Gel auftragen (allerdings nur auf emaillierten Blechen).
- Vorbeugen: Backpapier oder eine Dauerbackfolie verhindert, dass sich Fett und Zucker überhaupt erst einbrennen.
Welches Material hat das Backblech?
Bevor ein Mittel zum Einsatz kommt, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Material. Denn nicht jedes Blech verträgt jede Reinigung.
- Emaille: Die meisten Bleche, die mit dem Backofen geliefert werden, sind emailliert. Die glatte, harte Oberfläche ist robust und verträgt Natron, Spülmaschinentabs sowie Backofenreiniger. Stahlwolle und Metallschaber sind trotzdem tabu.
- Antihaftbeschichtung: Beschichtete Bleche aus Aluminium oder Stahl zerkratzen leicht. Hier eignen sich nur warmes Wasser, Spülmittel und ein weicher Schwamm. Alkalische Backofenreiniger und Scheuermittel greifen die Beschichtung an.
- Aluminium ohne Beschichtung: Gelochte Aluminiumbleche lassen sich am besten mit Spülmittel reinigen. Stark alkalische Mittel wie Backofenreiniger oder Soda können das Metall dagegen verfärben.
Tipp: Bei Unsicherheit hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung des Backofens. Dort steht in der Regel, womit das mitgelieferte Blech gereinigt werden darf.
Eingebranntes Backblech reinigen: 5 Methoden im Überblick
Je nach Verschmutzung reicht bereits ein einfaches Hausmittel aus. Erst bei eingebranntem Fett lohnt sich ein spezieller Reiniger.
- Spülmittel und heißes Wasser: Für frische und leichte Verschmutzungen; etwa 30 Minuten einwirken lassen.
- Natron oder Backpulver: Für mittlere Verkrustungen; am besten über Nacht einwirken lassen.
- Spülmaschinentab: Für starke Krusten; mehrere Stunden bis über Nacht einwirken lassen.
- Salz: Für frische Fettreste direkt nach dem Backen; wenige Minuten einwirken lassen.
- Backofenreiniger-Gel: Für eingebranntes Fett auf emaillierten Blechen; laut Etikett einwirken lassen.
Backblech mit Natron oder Backpulver reinigen
Natron ist leicht alkalisch und löst dadurch Fett sowie angebrannte Reste. Backpulver enthält Natron und wirkt zwar ähnlich, aber dafür etwas schwächer. Auch der Hausgerätehersteller NEFF bezeichnet Backpulver als bewährtes Hausmittel gegen eingebrannte Rückstände.
- Das Blech abkühlen lassen und lose Reste mit einem Teigschaber entfernen.
- Zwei bis drei Esslöffel Natron oder ein Päckchen Backpulver auf die verschmutzten Stellen streuen.
- So viel heißes Wasser darübergießen, dass die Krusten bedeckt sind.
- Über Nacht einwirken lassen.
- Den gelösten Schmutz mit der weichen Seite eines Schwamms abwischen, mit klarem Wasser nachspülen und das Blech trocknen.
Tipp: Bei besonders hartnäckigen Stellen hilft eine Paste aus Natron und wenig Wasser. Diese wird direkt auf die Kruste gestrichen und nach einigen Stunden abgewischt.
Backblech mit Spülmaschinentab reinigen
Spülmaschinentabs enthalten Tenside, Enzyme und alkalische Bestandteile. Dadurch lösen sie Fett, Stärke und eingebrannte Speisereste besonders gründlich. Laut Umweltbundesamt sind Proteasen die am häufigsten eingesetzten Enzyme in Maschinengeschirrspülmitteln. Diese Enzyme spalten eiweißhaltige Reste wie Ei oder Käse.
- Das Blech auf eine hitzefeste Unterlage stellen, zum Beispiel in die Spüle.
- Ein bis zwei Tabs auf die verschmutzten Stellen legen.
- Mit kochendem Wasser übergießen, bis die Krusten bedeckt sind.
- Mehrere Stunden oder über Nacht einwirken lassen.
- Das Blech gründlich abwaschen und mit klarem Wasser nachspülen.
Wichtig: Beim Abwaschen Handschuhe tragen, da die Lauge die Haut reizen kann.
Salz: Erste Hilfe bei frischen Fettresten
Frisches Fett lässt sich mit Salz binden, bevor es einbrennt. Hierfür eine dünne Schicht Salz auf das noch handwarme Blech streuen und kurz einwirken lassen.
Anschließend das Salz samt Fett mit Küchenpapier abwischen und das Blech wie gewohnt spülen. Für eingetrocknete oder eingebrannte Reste ist Salz allerdings zu schwach.
Hartnäckiges Fett: Backofenreiniger-Gel richtig anwenden
Eingebranntes Fett aus Bratensaft oder Käse lässt sich mit Hausmitteln oft nur mühsam lösen. In diesem Fall ist ein Backofenreiniger die zeitsparende Lösung.
Der duftneutrale Backofen- & Grillreiniger von hauszauber ist ein Gel, das sich mit einem Pinsel auftragen lässt. Es löst Verkrustungen, Speisereste, Öle und Fette, ohne dass geschrubbt werden muss.
- Schutzhandschuhe und Schutzbrille anziehen und für gute Belüftung sorgen.
- Das Gel mit einem Pinsel gleichmäßig auf die verschmutzten Stellen auftragen.
- Das Blech mit Frischhaltefolie abdecken. Dadurch trocknet das Gel während der Einwirkzeit nicht ein.
- Die Einwirkzeit laut Etikett abwarten.
- Den gelösten Schmutz mit einem feuchten Tuch abwischen und das Blech gründlich mit Wasser nachspülen.
Wichtig: Backofenreiniger nur auf emaillierten Blechen verwenden. Nicht auf Aluminium und nicht auf Antihaftbeschichtungen. Da stark alkalische Reiniger laut Umweltbundesamt Reizungen oder Verätzungen verursachen können, gehören Handschuhe und Schutzbrille immer dazu.
Weitere Tipps zur Anwendung stehen im Beitrag 5 Haushaltstipps zur Nutzung von Backofenreinigern. Wie der Backofen selbst wieder sauber wird, zeigt der Ratgeber Backofen reinigen ohne Chemie.
So lässt sich Eingebranntes vorbeugen
- Backpapier oder Dauerbackfolie nutzen: Die Unterlage fängt Fett, Zucker und Käse ab. Eine Dauerbackfolie ist zudem wiederverwendbar.
- Direkt nach dem Abkühlen einweichen: Frische Reste lösen sich in wenigen Minuten, eingetrocknete brauchen dagegen Stunden.
- Für Fettiges die Fettpfanne nehmen: Das tiefere Blech fängt Bratensaft auf, der auf flachen Blechen schnell überläuft und einbrennt.
- Kratzer vermeiden: Messer, Stahlwolle und Metallschaber hinterlassen Rillen. Darin brennt Schmutz beim nächsten Backen noch stärker ein.
Fazit
Ein verkrustetes Backblech braucht vor allem Zeit, wenn man auf unnötiges Schrubben verzichten möchte. Die meisten Krusten werden bereits gelöst, wenn man Natron, Backpulver oder ein Spülmaschinentab über Nacht einwirken lässt. Für tief eingebrannte Fette und Öle auf emaillierten Blechen ist ein Backofenreiniger hingegen die schnellste Lösung.
Wer zusätzlich mit Backpapier backt und das Blech direkt nach dem Abkühlen einweicht, spart sich das Schrubben fast vollständig.
FAQ
Natron oder Backpulver aufstreuen, mit heißem Wasser bedecken und über Nacht einwirken lassen. Bei eingebranntem Fett auf emaillierten Blechen hilft zusätzlich ein Backofenreiniger-Gel.
Das hängt vom Material und vom Hersteller ab. Viele emaillierte Bleche sind spülmaschinengeeignet, sofern die Bedienungsanleitung das erlaubt. Antihaftbeschichtete Bleche und Aluminium sollten dagegen von Hand gespült werden.
Mindestens einige Stunden, am besten über Nacht. Je länger die Lösung einwirkt, desto leichter lassen sich die Krusten abwischen.
Ja, auf emaillierten Blechen. Auf Aluminium und Antihaftbeschichtungen sollte dagegen kein Backofenreiniger zum Einsatz kommen, da er die Oberfläche angreifen kann. Handschuhe und Schutzbrille sind bei der Anwendung Pflicht.
Kratzer und Rückstände alter Krusten bieten neuem Schmutz Halt. Ein gründlich gereinigtes, glattes Blech und Backpapier verhindern, dass sich Fett und Zucker erneut festsetzen.
Quellen
Die Angaben in diesem Ratgeber stützen sich unter anderem auf diese Quellen (abgerufen am 25.10.2026):







